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Positionen Mobilität 

Vision 

Die Mobilität in München 2040 kennzeichnet sich durch Intermodalität bei gleichzeitiger Diversität verschiedenster Mobilitätsformen. Die Bedürfnisse der verschiedenen Interessengruppen werden gleichwertig behandelt und bei der Weiterentwicklung der städtischen Mobilität in das Handlungszentrum gestellt. Unter Berücksichtigung der fortschreitenden Urbanisierung und immer stärker begrenzten Flächen muss das Thema Mobilität gesamtheitlich und in Verbindung mit den Möglichkeiten der Digitalisierung und einer nachhaltigen Anpassung der Infrastruktur priorisiert werden.

Ziele 

Ziel 1: Schritthalten mit der Urbanisierung 

Die Urbanisierung ist ein globaler Megatrend, welcher auch in Zukunft für einen wachsenden Zuzug in Städte wie München sorgen wird. Dieses lokal zentrierte Bevölkerungswachstum benötigt sowohl immer mehr Fläche für Wohnbauten und die Versorgungslogistik, als auch für die Ausübung der gewünschten Mobilität. Um in diesem Konflikt zwischen steigender Flächenknappheit und steigendem Mobilitätsaufkommen zu bestehen, benötigt München eine ausgeglichene Infrastrukturpolitik und klare Priorisierungen.

Maßnahme 1: Mobilität auf allen Ebenen denken 

Bisher findet Mobilität entweder auf der Straße oder im Untergrund statt. Die höheren Ebenen, wie z.B. der Platz über Straßen oder allgemein der Luftraum, werden kaum genutzt. Um den zukünftigen Moblitätsanforderungen gerecht zu werden, müssen alle Ebenen wie

beispielsweise durch Seilbahnen, Flugtaxis oder andere Systeme erschlossen werden.

Maßnahme 2: Logistik als Teil der Mobilität begreifen 

Der steigende Siedlungsdruck in den Städten erfordert eine immer umfangreichere und komplexere Logistik. Diese setzt die Bereitstellung ausreichender Flächen, sowie eine priorisierte Anbindung an die benötigte Infrastruktur voraus.

Ziel 2: Steigerung der Effizienz 

Das steigende Mobilitätsbedürfnis, sowie die immer weiter steigende Zahl an Menschen in München setzt eine optimale Nutzung der bestehenden Mobilitätsinfrastruktur voraus, sowie deren stetige Verbesserung. In der Umsetzung bedeutet dies, dass neue Technologien gefördert und Investitionen zielgerichtet zur Effizienzsteigerung getätigt werden müssen.

Maßnahme 1: Digitalisierung und KI zielgerichtet einsetzen 

Die Möglichkeiten der Digitalisierung können die Effizienz der Mobilitätsnutzung stark steigern. Beginnend bei durch KI aufeinander abgestimmten Fahrbetrieben von öffentlichen Verkehrsmitteln hin zur Kommunikation von Verkehrsleitsystemen mit dem autonom fahrenden Verkehr. Etwaige Verkehrshindernisse können durch die KI erkannt und dann sowohl von autonomen als auch manuell gesteuerten Verkehrsmitteln umfahren bzw. die Routenplanung angepasst werden.

Ziel 3: Verständnis und Akzeptanz für den Wandel schaffen 

Die Zukunftsfähigkeit Münchens in Mobilitätsbelangen ist essentiell mit der Akzeptanz der Bevölkerung verbunden. Nur wenn die Bereitschaft der Bürger zur Anpassung des Mobilitätsverhaltens besteht, kann die Mobilitätstransformation gewinnbringend für alle umgesetzt werden.

Maßnahme 1: Mobilität ganzheitlich denken: Angebot statt Verbot 

Mobilität muss zukünftig verstärkt als Bindeglied zwischen den verschiedenen sonstigen Themen in der Stadt- und Gesellschaftsentwicklung wahrgenommen werden. Hierbei darf nicht nur auf die notwendige Verkehrsplanung bei der Schaffung neuen Wohnraums verwiesen werden. Mobilität findet in der Versorgung, genauso wie in der Wahrnehmung von Freizeit- oder Sozialangeboten statt. Nur wenn neue Mobilitätsangebote für alle Bürger sinnvoll einsetzbar und bezahlbar sind, kann die notwendige Akzeptanz geschaffen werden. Verbote für bestimmte Mobilitätsarten, sowie unverhältnismäßige Bepreisung von Verkehrsmitteln und -räumen und die künstlichen Beeinträchtigungen von Verkehren im Sinne von Erziehungsmaßnahmen, sorgen für eine Ablehnung notwendiger Maßnahmen statt deren gesamtgesellschaftliche Akzeptanz zu steigern.