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Positionen Klima 

Vision 

„München als leuchtendes Beispiel für die Welt“

Hintergrund 

Unter der Beteiligung einer Vielzahl engagierter Bürger wurden am Münchner Wirtschaftstag 2021 in offener Online-Sitzung im Workshop Klima Ideen und Hinweise zusammengetragen, wie der Klimaschutz in und von München gestärkt werden kann. Die folgende Aufstellung gibt diese Anregungen ohne vorherige technische, juristische und umweltökonomische oder betriebswirtschaftliche Validierung und ohne Reihung wieder.

Ziel 1: München klimaneutral 2035 

Maßnahmen konkret für München:

Aktivprojekte zur CO2-Ausstoß-Senkung 

Maßnahme A1: Elektroladestationen 

Alle privaten Elektroladestationen im Stadtgebiet mit Ökostrom betreiben. Wie bereits die öffentlich zugänglichen Ladesäulen der SWM in München welche bereits mit Ökostrom laufen.

Maßnahme A2: Anlage zur Erzeugung von Biodiesel 

Errichtung einer Anlage zur Erzeugung von Biodiesel aus Bioabfällen, Grünschnitt aus Privathaushalten sowie öffentlichen Einrichtungen (z.B. Englischer Garten). Verwendung des Biodiesels beim städt. Fuhrpark.

Maßnahme A3: Energiegewinnung bzw. –senkung 

Energiegewinnung bzw. –senkung

  • Kombination von Tiefen- Geothermie für Fernwärmenetz und Oberflächen nahe Geothermie für Regionen ohne Fernwärmenetz zum Heizen und Kühlen von Gebäuden (Glücksfall für München) ausbauen
  • Maximale Nutzung von Photovoltaik und Thermosolarflächen auf Dächer v.a. von Gewerbe, Einkaufszentren und Industrie (bestehende Auflagen für städtische Gebäude erweitern)
  • Dachflächen-Vermietung an Betreiber von Photovoltaik-Anlagen
  • Gebäudekühlung durch Begrünung der Dächer (v.a. Wohngebäude) und Nutzung des Untergrunds (intelligente Lösungen)

Maßnahme A4: Städteplanung 

Städteplanung

  • Höher bauen, auch Altbestand aufstocken
  • Untergeschoß Verkehr, Erdgeschoß begrünte Fußgänger- und Radfahrerzone
  • Dächer und z. B. freistehende Garagen(-Zeilen) begrünen, v.a. wenn Lebensqualität gesteigert werden kann – die Stadt wird grün
  • Wandbegrünung an Gebäuden fördern
  • Breitbandanschluss in und um München erweitern um Reduktion von Verkehr durch Homeoffice bzw. mobiles Arbeiten zu ermöglichen
  • Umsetzung von „Schwammstadt“

    https://www.stmuv.bayern.de/aktuell/presse/pressemitteilung.htm?PMNr=07/21

  • Schutz und Förderung von offenen Wasserflächen und Bachläufen
  • Straßenbeleuchtung konsequent auf LED umrüsten

Maßnahme A5: CO2-Staubsaugers an Müllverbrennungsanlage 

Anbringung eines CO2-Staubsaugers an Müllverbrennungsanlage Nord/Kohlekraftwerk oder CO2-Absorptions-Katalysatoren (alle Kraftwerke CO2-frei).

Maßnahme A6: Heizungen mit CO2-Katalysatoren 

Alle Verbrenner- Heizungen mit CO2-Katalysatoren nachrüsten (Auflage), im öffentlichen Bereich aber auch im privatem Bereich.

Maßnahme A7: Bepreisung des fließenden Verkehrs 

Emissionsreduktion durch Stauvermeidung mittels einer Bepreisung des fließenden Verkehrs für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor innerhalb des mittleren Rings („Anti-Stau-Gebühr“, ifo-Institut).

Begleitprojekte zur Unterstützung der CO2-Senkung 

Maßnahme B1: Bürgerbeteiligung an Klimaschutzinvestitionen 

Marktplatz für Münchener Bürger Bürgerbeteiligung an Klimaschutzinvestitionen z.B. Bürger finanzieren Elektrobus des MVG´s nach dem Vorbild von Crowdfunding für Unternehmen.

Maßnahme B2: Bonität Münchens zur Finanzierung von CO2-Vermeidungs-Projekten 

Nutzung der guten Bonität Münchens zur Finanzierung von CO2-Vermeidungs-Projekten: Aufnahme von Green Bonds/Negativverzinsung nutzen/Förderung konkreter Maßnahmen.

Maßnahme B3: Mediale Unterstützung 

Mediale Unterstützung zur Darstellung von CO2 als nicht sichtbaren Abfall. Z. B. Aufstellung von festinstallierten Tabletts mit CO2-Rechner in der Fußgängerzone: Jeder Bürger kann seine eigenen CO2 Footprint berechnen. Analog https://uba.co2-rechner.de/de_DE/ .

Maßnahme B4: Städtischer CO2-Preis 

Einen städtischen CO2-Preis ausloben mit parteiübergreifender Unterstützung, Arbeitstitel „CO2-Klima-Held(in)“. Ihn erhält, wer im Vergleich zum Vorjahr die höchste CO2-Reduktion in Relation zum Umsatz schafft.

Maßnahme B5: CO2-Uhr 

Klimaschutz geht alle an: Maximale Transparenz zum Stand der Klimaschutzanstrengungen für die Bürger z.B. durch Anbringung einer CO2-Uhr an einer prominenten Stelle in der Stadt (Rathausplatz?) analog Schuldenuhr des Steuerzahlerbundes.

Maßnahme B6: Kauf von CO2-Zertifikaten 

Nicht vermeidbare CO2 Emissionen ausgleichen durch Kauf von CO2-Zertifikaten (EUA), die dann stillzulegen sind. Allerdings sind sie kein Ersatz für weitere eigene Reduktionsanstrengungen, die ja längst nicht überall ausgeschöpft sind (auch nicht bei den Münchner Unternehmen). Hiermit soll sich keiner „freikaufen“, sondern die Möglichkeit bekommen, noch mehr für das Klima zu leisten als ihm selbst technologisch und wirtschaftlich möglich ist.

Maßnahme B7: Kompensationsplattform 

Stärkung der Kompensationsplattform der Landesagentur für Energie und Klimaschutz Bayern Kompensationsplattform Bayern.

Maßnahme B8: Kostenloses Beratungsangebot 

Gefördertes / Kostenloses Beratungsangebot für Unternehmen zur ersten CO2-Bilanzierung: Nur wer seine CO2-Quellen kennt, kann diese strategisch mindern.

Ziel 2: Nutzung der Innovation aus München für die Welt 

Maßnahme: Plattform „Drehscheibe Klima-Innovation München 

Aufbau einer Plattform „Drehscheibe Klima-Innovation München“ unter Schirmherrschaft des Wirtschaftsbeirats, der Forschung, Politik, Risikokapital und Testmärkte zusammenbringt.

Maßnahme: Bündelung der Münchner Forschungskapazitäten 

Dazu Bündelung der Münchner Forschungskapazitäten (TU, LMU, FH, Fraunhofer, Neuherberg, etc.) zur Entwicklung und Verbesserung von Klimaschutztechniken und deren Umsetzung in die Praxis (München als Klimaschutz-Leuchtturm).

Maßnahme: Bündelung öffentlicher und privater Kapitalgeber 

Bündelung öffentlicher und privater Kapitalgeber zur Finanzierung von Prototypen und use cases. Einbindung hierzu der großen Unternehmen der Stadt und Bayerns. Klimaschutz als neues Geschäftsmodell.

Ziel ist die Beschleunigung der Prozesse von der Erfindung zur Marktreife in klimarelevanten Feldern. Dies könnte zum Beispiel unter anderem beinhalten:

  • Wasserstoffnutzung
  • der Batterietechnologie
  • Verfahren der Stromspeicherung
  • Verfahren zur aktiven Reduktion von klimarelevanten Gasen in der Atmosphäre (z.B. CO2 Katalysatoren, Bindung von CO2 in Pflanzen oder Mineralien, durch Meeresdüngung oder Tiefenlagerung)
  • Weiterentwicklung von Bio-Diesel- und Bio-Kerosin-Anlagen
  • Fortführung der Forschung „Wasser generieren“
    • Beregnung erzeugen durch Elektronen
    • Meerwasser entsalzen mit Solarenergie
    • Entsalzung durch Transition (eine Vision)
    • ...mit dem Ziel “Die Wüsten begrünen”