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Positionen Gemeinwohl 

Vision 

München soll bis zum Jahr 2040 europäischer Gemeinwohl-Leader werden!

Problematik und Risiken 

Folgende Aspekte, Phänomene und gesellschaftliche Entwicklungen könnten in Zukunft dazu führen, dass Münchens Gemeinwohlbeitrag geschmälert wird:

  • Einseitige Kritik an Wirtschaft und Unternehmertum
  • Steigende Mieten
  • Staubelastung und Verkehr
  • Overcrowding
  • Bürokratie & Unflexibilität
  • Tradition und Brauchtum wird vollkommen verdrängt Neidkultur

Münchens Unternehmen sind als Innovationstreiber und Arbeitgeber Wohlstandsanker und Gemeinwohlförderer. Die Herausforderung ist, dass im Hinblick auf die o.g. Aspekte nicht nur von städtischer Seite, sondern auch und insbesondere durch unternehmerische Initiativen, nach tragfähigen Lösungen zur Milderung der Risiken gesucht werden muss. Die nachfolgenden Ziele und Maßnahmen zeigen Optionen und Chancen auf, München im Hinblick auf das Gemeinwohl, besser zu machen.

Ziele 

Ziel 1: Ausrichtung des Gemeinwohlbeitrags am Kerngeschäft 

Die meisten Unternehmen in München leisten bereits heute einen Beitrag für das Gemeinwohl, ohne dass ihnen das bewusst ist. Hierfür benötigt es eine politische und gesellschaftliche Wertschätzung.

Maßnahme 1.1: Definition Begriff “Gemeinwohl” 

Der Gemeinwohlbegriff muss besser erklärt werden. Hierzu sollen Unternehmen in ihrer internen und externen Kommunikation helfen, dass bei der Begriffsdefinition stärker differenziert wird. Gemeinwohl hier meint, welche Daseinsberechtigung ein Unternehmen oder gesellschaftlicher Akteur hat und wie es zum Gemeinwohl beiträgt.

Maßnahme 1.2: Förderung gemeinwohlfreundlicher Unternehmen 

Gemeinwohlfreundliche Unternehmen sollen städtisch gefördert werden und zwar im Sinne von steuerlichen Erleichterungen oder zusätzlichen Angeboten für Mitarbeiter, die in einem solchen Unternehmen arbeiten. Bewertungskriterien könnten nach folgenden Gemeinwohlkategorien festgelegt werden:

  • Clean City
  • Smart City
  • Young Talent City
  • Citizen Participation City

Ziel 2: Stärken der Unternehmen durch Kooperation und Vernetzung für Gemeinwohl nutzbar machen 

Maßnahme 2.1: Einen Gemeinwohlpreis für München initiieren 

Die Unternehmen in München müssen ihren Gemeinwohlbeitrag sichtbar machen, indem die Stadt einen Gemeinwohlpreis für besonders engagierte Unternehmen in diesem Bereich initiiert.

Maßnahme 2.2 : Münchner Gemeinwohlatlas schaffen 

München benötigt einen Gemeinwohlatlas, in welchem alle Münchner Organisationen und Unternehmen bewertet und begutachtet werden. Mit Hilfe des Gemeinwohlatlas können Unternehmen Schwachstellen bessere identifizieren und reflektieren.

Ziel 3: Flexibilität schafft gemeinwohlfreundliche Räume 

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass Arbeitsmodelle wie das Home Office in den Fokus rücken können. Die sogenannte Work-Life-Balance wird in Zukunft immer wichtiger werden. Unternehmen, die ein gutes Gleichgewicht zwischen Arbeitsbelastung, aber flexiblen Modellen berücksichtigen, leisten einen unverzichtbaren Gemeinwohlbeitrag für die Landeshauptstadt München.

Maßnahme 3.1: Flexible Modelle für eine ausgewogene Work-Life-Balance 

Flexiblere Arbeitszeitmodelle sollen von Unternehmen ermöglicht werden, z.B.im Hinblick auf Work Life Blending d.h. Arbeits- und Privatwelt greifen flexibel ineinander

Maßnahme 3.2: Familienfreundliches Klima schaffen 

Unternehmen können Familienfreundlichkeit als Beitrag zu höherer Diversität in (Führungs-)Positionen ermöglichen, z.B. durch verpflichtende Kita-Gebührenübernahme für alle Eltern und/oder Anreize für Väter Elternzeit zu nehmen, z.B. durch voll bezahlte Vaterschutzmonate analog zu Mutterschutz und/oder Unkündbarkeit von Arbeitnehmern mit kleinen Kindern (bis zu 3 Jahre)

Ziel 4: München darf sich nicht ausruhen auf den Erfolgen von gestern. 

Die Metropolregion München gehört zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. Dennoch darf sich die Stadt und ihre Unternehmen nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhen, sondern muss dauerhaft nach kreativen und innovativen Konzepten suchen, um auch in Zukunft erfolgreich und lebenswert zu sein.

Maßnahme 4.1: Ein wegweisendes Leuchtturmprojekt unter nachhaltigen Bedingungen organisieren 

Die Stadt sollte bis 2040 ein Leuchtturmprojekt, wie beispielsweise die Ausrichtung von Olympischen Spielen oder die Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas, unter der Berücksichtigung von Gemeinwohl, Nachhaltigkeit und sozialen Aspekten ausrichten und forcieren. In dieser Hinsicht könnte München eine Best-Practice-Beispiel sein, um dauerhaft wieder große Sportereignisse in Westeuropa stattfinden zu lassen.

Maßnahme 4.2: Reformagenda für eine wettbewerbsfähige Stadt 

Die Stadt München sollte zusammen mit Unternehmen eine Task-Force gründen und prüfen, welche noch nicht realisierten Reformprojekte dringend umgesetzt werden müssen.

Ziel 5: München benötigt Slogan für Gemeinwohlkampagne 

Die Stärke des sozialen und wirtschaftlichen Ausgleichs wurde in den vergangenen Jahrzehnten vor allem in Bayern am Prinzip von “Laptop und Lederhose” erklärt.

Die Digitalisierung, aber auch neue Transformationsprozesse zeigen, dass der soziale Wohlstand und der Ausgleich zwischen Gemeinwohl und Eigeninteresse einen neuen Slogan benötigt. Dieser Slogan soll zeitgemäß die Herausforderungen widerspiegeln, zugleich aber auch Ansporn sein, die Stadt zum Gemeinwohlleader unter Berücksichtigung von marktwirtschaftlichen Aspekten weiterzuentwickeln.

Maßnahme 5.1: Kampagnenslogan suchen und branden 

Die Stadt soll zusammen mit Unternehmen, nach einem tragfähigen und kreativem Kampagnenslogan suchen und diesen medienwirksam kommunizieren.